Forschung

AKTUELLE
PROJEKTE

Profitieren Rehabilitanden mit unterschiedlicher Störungsspezifität in gleicher Weise von der stationären Alkohol- bzw. Drogenentwöhnungsbehandlung? Eine vergleichende Studie zu den Bewältigungsstilen

Forschung Profitieren Rehabilitanden mit unterschiedlicher Störungsspezifität in gleicher Weise von der stationären Alkohol- bzw. Drogenentwöhnungsbehandlung? Eine vergleichende Studie zu den Bewältigungsstilen Soeben erschienen im International Journal of Mental Health and Addiction, März 2026 english version Das Forschungsteam der Fachklinik Alte Flugschule Großrückerswalde hat soeben eine Längsschnittstudie im renommierten International Journal of Mental Health and Addiction (Springer Nature, Open Access) veröffentlicht, die neue Erkenntnisse zur psychologischen Entwicklung von Rehabilitanden in der stationären Behandlung illegaler Drogenabhängigkeit liefert.

Weiterlesen »

AKTUELLE
ARTIKEL

Das kölsche Grundgesetz als Therapeutikum?

Forschung Das kölsche Grundgesetz als Therapeutikum? Domurath/Wicha  Humor gehört zu den therapeutisch am häufigsten unterschätzten Phänomenen. Er taucht in der Fachliteratur überwiegend als Randgröße auf – als Stilmittel, als Risikofaktor, gelegentlich als Abwehrmechanismus. Was dabei selten in den Blick gerät, ist die Frage, ob bestimmte Formen des Humors eine eigenständige therapeutische Funktion erfüllen könnten, die über situative Entlastung hinausgeht. Eine unübliche Quelle legt nahe, dass diese Frage

Weiterlesen »

Kennen Sie Nietzsche? Der mit dem Schnäuzer!

Forschung Kennen Sie Nietzsche?Der mit dem Schnäuzer! Drei Figuren des Verzichts bei Nietzsche und ihre suchttherapeutische RelevanzDomurath/Wicha  Die therapeutische Praxis der abstinenzorientierten Suchthilfe operiert mit einer Grundannahme: dass Abstinenz nicht nur die wirksamere, sondern auch die leichtere Form der Verhaltensänderung darstellt – leichter als kontrollierter Konsum, leichter als Reduktion, leichter als jede Form der Selbstmäßigung. Diese Annahme hat eine philosophische Vorgeschichte, die sich bei Nietzsche in besonderer

Weiterlesen »

Rollen, Dynamik, Ausstieg

Forschung Rollen, Dynamik, Ausstieg Drama-Dreieck und Gewinner-Dreieck als therapeutische WerkzeugeDomurath/Wicha  Der Mechanismus Das Drama-Dreieck, 1968 von Stephen B. Karpman in der Transactional Analysis Bulletin erstmals publiziert, beschreibt keine Charaktere. Es beschreibt einen Mechanismus: die Dynamik, die entsteht, wenn drei Rollen – Verfolger, Retter, Opfer – in einer Interaktion besetzt werden und ihre Besetzer die Positionen wechseln. Der Wechsel ist konstitutiv. Nicht die Rolle, in der jemand beginnt,

Weiterlesen »

Von der Faszination der Verführungund dem Verschwinden des Wollens

Forschung Von der Faszination der Verführung und dem Verschwinden des Wollens Was Odysseus und Orpheus über das amotivationale Syndrom undRückfallprophylaxe wusstenDomurath/Wicha  Homers Odyssee und die Argonautica des Apollonios von Rhodos erzählen beide davon, wie das Wollen sich verändert. Einmal durch den Gesang der Sirenen, der ein neues Wollen erzeugt – so mächtig, dass es das bestehende überschreibt. Einmal durch den Lotos, der das Wollen verschwinden lässt. Bei

Weiterlesen »

Forschung

AKTUELLES FORSCHUNGSPROJEKT

Profitieren Rehabilitanden mit unterschiedlicher Störungsspezifität in gleicher Weise von der stationären Alkohol- bzw. Drogenentwöhnungsbehandlung?
Eine vergleichende Studie zu den Bewältigungsstilen

Soeben erschienen im International Journal of Mental Health and Addiction, März 2026

Das Forschungsteam der Fachklinik Alte Flugschule Großrückerswalde hat soeben eine Längsschnittstudie im renommierten International Journal of Mental Health and Addiction (Springer Nature, Open Access) veröffentlicht, die neue Erkenntnisse zur psychologischen Entwicklung von Rehabilitanden in der stationären Behandlung illegaler Drogenabhängigkeit liefert.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die misserfolgsbezogene Lageorientierung (AOF) – die eingeschränkte Fähigkeit, nach Rückschlägen negative Emotionen zu regulieren und erneut handlungsfähig zu werden. In einem standardisierten 24-wöchigen Behandlungsprogramm wurden 261 Rehabilitanden begleitet und zu Beginn sowie zum Abschluss der Therapie hinsichtlich ihres multidimensionalen Selbstwertgefühls untersucht.

Die Ergebnisse belegen, dass emotionaler, sozialer und körperbezogener Selbstwert im Verlauf der Behandlung signifikant ansteigen – unabhängig von der individuellen Ausprägung der Lageorientierung. Gleichzeitig zeigen lageorientierte Personen durchgehend niedrigere Selbstwerte als handlungsorientierte Rehabilitanden. Diese Befunde unterstreichen die Relevanz gezielter therapeutischer Interventionen, die auf den Aufbau adaptiver Selbstregulationsstrategien ausgerichtet sind – ein zentraler Faktor für langfristige Abstinenz und psychische Stabilität.